Water

Das Wasserkonzept

Das Wassermanagement

Für das Off-GRID Gebäude ist ein zukunftsweisendes integriertes Wasser- und Abwasserkonzept vorgesehen, das neben der Wassereinsparung und des -kreislaufes auch die Nutzung von Nährstoffen und des Energieinhalts berücksichtigt.

Das Regenwasser von Dächern und befestigten Flächen wird vorweigend in einem Tank mit geeigneter Größe entsprechend den örtlichen klimatischen Bedingungen angesammelt. Dieser unterirdische Tank bildet einen nützlichen Faktor im thermischen Kreislauf zur Vorkühlung des Wassers und hält die Temperatur während des gesamten Jahres auf konstant ca. 15 Grad Celcius.
Dieses Wasser wird später durch Verwirbelung und Reinigung mit Hilfe verschiedenster Filter und Membranen zu bestem Trinkwasser für Küche und Bad gemacht. Die Qualität wird stetig kontrolliert.

Bei extrem starken Regenereignissen wird überschüssiges Wasser einem Teich zugeleitet. Das Niederschlagswasser wird somit optimal für den Gebrauch in oder am Haus genutzt.

Das häusliche Abwasser wird innerhalb der Wohnungen getrennt erfaßt. Durch den Einsatz von Vakuumtoiletten, die einen sehr geringen Wasserverbrauch haben, werden Fäkalien und Urin (Schwarzwasser) und das restliche Abwasser (Grauwasser) getrennt abgeleitet und behandelt.

Das nur schwach mit Nährstoffen belastete Grauwasser wird aus den Häusern herausgeführt. Es wird von Grobstoffen gereinigt und in diskontinuierlicher Beschickung den drei bewachsenen Sandfiltern (Pflanzenkläranlagen) zugeführt. Die Reinigungsleistung innerhalb der vertikal durchströmten Pflanzenkläranlagen wird im wesentlichen durch die in Sandkörper siedelnden Mikroorganismen erbracht, die Bepflanzung (i.d.R. Schilf) unterstützt dabei die Belüftung.

Aufgrund der geringen Nährstoffbelastung (Stickstoff, Phosphor und Kalium) des Grauwassers, ist eine weitestgehende biologische Reinigung des Grauwassers in der Pflanzenkläranlage leicht und kostengünstig möglich. Der Abfluss der Pflanzenkläranlage, der Badewasserqualität aufweist, wird in einer nachgeschalteten Zisterne gespeichert um es als Brauchwasser für die Toilettenspülung und für Bewässerungszwecke der Grünanlage wieder zu verwenden.

Innerhalb des Abwassermanagements wird der Energieverbrauch für die Behandlung des Abwassers gegenüber herkömmlichen Verfahren stark verringert. Darüber hinaus wird bei der Anaerobbehandlung nutzbare Energie frei. Wasser- und Nährstoffkreisläufe werden lokal geschlossen und die Belastung der Gewässer mit Nährstoffen und pathogenen oder fäkalen Keimen wird aufgrund der Teilstrombehandlung erheblich reduziert.